Kontaktformular Sticky (DE)
Anrede

* Pflichfeld

Unverbindliches Erstgespräch vereinbarenNutzen berechnen
Newsletter (DE)
Anrede

Background

Dekarbonisierung als Chance

Im März 2024 hat das Parlament das revidierte CO2-Gesetz für die Zeit nach 2025 beschlossen, das seit Juli gültig ist. Dieses sieht vor, dass sich künftig alle Unternehmen die CO2-Abgabe rückerstatten lassen können, sofern sie sich verpflichten, ihre CO2-Emissionen zu vermindern. Dazu müssen die Firmen spätestens drei Jahre nach Beginn der Verpflichtung einen Dekarbonisierungsplan vorlegen, wie ihn die EnAW als Roadmap zur Dekarbonisierung anbietet. Die CO2-Abgabe bleibt bei 120 Franken pro Tonne CO2. Die Zielvereinbarung mit dem Bund ist eine weitere Voraussetzung für den Abschluss einer Verminderungsverpflichtung.  

Die Ausweitung der Möglichkeit, sich von der CO2-Abgabe befreien zu können, dürfte viele Unternehmen motivieren, in Dekarbonisierungsmassnahmen zu investieren. Und wie Beispiele in diesem Magazin und auch ein spannender Beitrag zum Tandem zwischen Roadmap zur Dekarbonisierung und Zielvereinbarung zeigen: Weniger CO2 zu emittieren, hilft nicht nur, den eignen Energieverbrauch zu reduzieren und damit die Kosten zu senken, sondern auch der Umwelt. Dekarbonisierung ist die Chance. Machen Sie also mit und lassen Sie sich von den Unternehmen inspirieren, die diesen Weg bereits eingeschlagen haben. 

Prof. Dr. Rudolf Minsch
Präsident

Frank R. Ruepp
Geschäftsführer

Der erfahrene Chemieingenieur kennt die Tessiner Industrie und weiss, wie die Wirtschaft die Low- und High-Hanging Fruit für eine bessere Energie- und Ressourcenbilanz erntet. Lorenzo Medici vertritt die EnAW im Tessin.  

Ob im Obstgarten oder bei seiner Zusammenarbeit mit den Unternehmen im Tessin, für Lorenzo Medici ist es das Grösste, wenn seine Arbeit Früchte trägt. «Ein super Resultat bei der Verarbeitung von Erdbeeren, Brombeeren oder Trauben aus meinem Garten zu erzielen, ist allerdings meistens leichter, als ein Unternehmen auf den besten CO2-Reduktionspfad zu bringen», sagt der promovierte ETH-Chemieingenieur und schmunzelt. Er weiss genau, wovon er spricht. Drei Jahrzehnte Praxis in der Tessiner Industrie haben ihn längstens
gelehrt, dass die «Low Hanging Fruit», wenn es um Energieeffizienz und CO2-Reduktion geht, grösstenteils abgeerntet sind. Das spornt an!

Prozesse verstehen, Energieflüsse umwandeln

Seit 2022 stellt Medici seine Expertise den Unternehmen im Tessin als Berater der Energie-Agentur der Wirtschaft zur Verfügung. «Das reizt mich, weil ich mich in unterschiedlichsten Betrieben, die ihre je eigenen Kontexte und Anforderungen haben, einbringen und für sie Wirkung erzeugen kann.» Medici faszinieren die Energieflüsse in der Wirtschaft und die Aufgabe, sie, ökonomisch und ökologisch motiviert, so effizient wie möglich zu gestalten.

Dafür ist die Kenntnis der Datenlage grundlegend. «Ohne Daten kannst du nichts machen», so Medici. Sie sind die Basis jeder soliden Analyse und Empfehlung. Wenn es jetzt darum geht, die Unternehmen Richtung Netto-Null zu dekarbonisieren oder die Ressourceneffizienz in Richtung Kreislaufwirtschaft zu treiben, geht es um noch mehr Daten. Aber nicht nur. Hier ist vor allem auch Know-how über die industriellen Produktionsprozesse gefragt. «Denn», so Medici, «um da wirklich vorwärtszukommen, müssen wir mit den Firmen tiefer graben und in die Produktionsprozesse eingreifen.» Um bei «High Hanging Fruit» das Optimum für die Unternehmen herauszuholen, greift er auf sein profundes Wissen aus seinen Jahren in der Chemie-, Pharma und Metallverarbeitenden Industrie zurück. Häufig geht es dabei um Vorschläge, wie die Nachhaltigkeitsstrategie und die Umweltziele aus den in- und ausländischen Mutterhäusern der Unternehmen am Produktionsstandort Tessin umgesetzt werden können.

Ziel: neue Zielvereinbarungen

Auf die nächste Zielvereinbarungsperiode ab 2025 freut sich Medici besonders. Nicht nur, weil er dann wieder mehr «im Feld» bei den Unternehmen vor Ort unterwegs ist. Vielmehr rechnet er damit, dass sich mehr Unternehmen dazu entscheiden, einen Zielpfad für die CO2-Reduktion und Energieeffizienz festzulegen. Denn anders als bisher können sich ab 2025 nicht nur bestimmte Unternehmen für den Abschluss einer Zielvereinbarung entscheiden, sondern alle, die konkrete Umweltmassnahmen umsetzen, um die bezahlte CO2-Abgabe rückerstattet zu bekommen.


Für den Green Business Award 2025 suchen wir unter unseren Kunden innovative Unternehmen und Projekte. Die EnAW ist neu Nominierungspartnerin und kann bis Ende November 2024 Nominierungen einreichen.

Wir suchen Produkte, Technologien und Geschäftsmodelle, die ökonomischen Erfolg mit ökologischem Impact verbinden. Die Lösungen müssen nicht von Startups stammen, sondern auch (Traditions-)Unternehmen oder etablierte Firmen – ob KMU oder Grossunternehmen – die als Pioniere gelten, können innovative Lösungen entwickelt und auf den Markt gebracht haben.

Der Green Business Award ist der wichtigste Nachhaltigkeitspreis der Schweiz. Er bietet seinen Finalisten entsprechend eine hohe kommunikative Reichweite und bei Bedarf auch exklusiven Zugang zu Wachstumsfinanzierungen.

Das Förderprogramm EFFIZIENZ+ unterstützt Unternehmen, die eine Zielvereinbarung mit der EnAW erarbeitet haben, finanziell bei der Umsetzung von Strommassnahmen, die sich wirtschaftlich nicht unmittelbar rentieren. Konkret sind dies Massnahmen mit einer Paybackzeit von über vier Jahren.

Maschinen und Geräte optimieren oder Motoren ersetzen: Solche Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind wohl jedem Unternehmen bekannt. Weniger bekannt ist womöglich, dass diese Massnahmen auch finanziell gefördert werden können. Und zwar über das EnAW-Programm EFFIZIENZ+. Unter diese Förderung fällt zum Beispiel der Ersatz von Trocken- und Nassläuferpumpen oder von Lüftungssystemen und deren Komponenten. Aber auch Investitionen bei Kältemaschinen, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen, oder in Motoren bestimmter Effizienzklassen zählen dazu.

Pro Massnahme können Fördergelder von 500 bis 90 000 Franken beantragt werden. Der Beitrag deckt bis zu 30 Prozent der Investitionskosten. Dabei ist das Zuschlagverfahren ganz einfach: Es wird über die bereits etablierten Tools der EnAW abgewickelt. Die EnAW-Beraterin oder der EnAW-Berater steht Ihnen dabei zur Seite. Die Teilnahme am Programm ist zudem kostenlos.

Sind Sie interessiert, das Programm EFFIZIENZ+ auch in Ihrem Unternehmen umzusetzen? Dann setzen Sie sich mit uns oder Ihrer EnAW-Beraterin bzw. Ihrem EnAW-Berater in Verbindung.

Urs Furrer gehört neu dem Vorstand der EnAW an. Wir stellen den 52-järhigen Obersiggenthaler kurz vor. 

Welche Hobbys haben Sie?

Ich wandere gerne, im Winter bin ich mit den Ski auf der Piste und der Loipe, im Sommer mit dem Mountainbike unterwegs.

Was ist Ihr aktueller Beruf?

Ich bin seit Mai 2024 Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ich habe mir gewünscht, entweder als Pilot in der Luft oder als Schreiner am Boden zu arbeiten.

Was bedeutet Ihnen Ihre neue Rolle bei der EnAW?

Ich möchte bei der strategischen Leitung der EnAW mitwirken und sie weiterentwickeln.

Welchen Bezug hatten Sie zur EnAW, bevor Sie in den Vorstand gewählt wurden?

Für mich war die EnAW stets DIE massgebliche Organisation, die Unternehmen hilft, ihre CO2-Reduktionsziele und Ressourceneffizienzziele zu erreichen.

Warum ist die EnAW für die Wirtschaft wichtig?

Die EnAW erbringt den Beweis, dass die Wirtschaft in Eigeninitiative die ökologischen Ziele und die Ziele der Ressourcenschonung umsetzen kann. Sie hilft den Unternehmen mit einem praxisnahen und breiten Netzwerk dabei.

Wo sehen Sie die Zukunft der EnAW?

Es ist wichtig, dass die EnAW eigenständig bleibt und ihren Platz behalten kann, sodass sie sich auf ihrem bewährten Weg im Dienst der Unternehmen weiterentwickeln kann.

Die Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft Energieintensiver Branchen (IGEB) gehört neu dem Vorstand der Energie-Agentur für Wirtschaft (EnAW) an. Wir stellen die 44-jährige Zürcherin kurz vor. 

Was für Hobbys haben Sie?

Ich mag es, in der Natur zu sein, Freunde zu treffen und zu reisen. Sportlich bin ich beim Yoga und Joggen. 

Was ist Ihr aktueller Beruf?

Geschäftsführerin der IGEB und anderen Wirtschaftsverbänden, Geschäftsführerin der Louma GmbH sowie Arbeitsrichterin verschiedener Gerichte im Kanton Zürich.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ich wollte immer etwas mit den Menschen und mit der Gerechtigkeit machen.  

Was bedeutet Ihnen Ihre neue Rolle bei der EnAW?

Viel, da ich die Arbeit der EnAW sehr schätze. Zahlreiche unserer energieintensiven Mitgliedfirmen arbeiten mit der EnAW sehr erfolgreich zusammen. Auch dank Ihrer Beratung konnten sie den CO2-Ausstoss reduzieren und sind heute umweltfreundlicher sowie kostengünstiger unterwegs. 

Welchen Bezug hatten Sie zur EnAW, bevor Sie in den Vorstand gewählt wurden?

Die IGEB, bei der ich die Geschäftsführerin bin, war bei der EnAW Gründungsmitglied und unser langjähriger Präsident, Frank R. Ruepp, engagierte sich in Ihrem Vorstand.

Warum ist die EnAW für die Wirtschaft wichtig?

Die EnAW ist für unsere Mitgliedfirmen ein verlässlicher Partner zwischen der Wirtschaft und der Behörde. Bis anhin hat dieses «Schnittstellenmodell» sehr gut funktioniert. Die EnAW unterstützt unsere Mitgliedfirmen stets gut. Das ganze Verfahren ist für die Mitgliedfirmen schlank und einfach. Für die IGEB ist es wichtig, an diesem komfortablen und schlanken Verfahren festhalten zu können.

Wo sehen Sie die Zukunft der EnAW?

Die EnAW sollte auch in Zukunft eine herausragende Rolle als Managerin der Dekarbonisierung der Wirtschaft haben. Es gibt wenige Akteure mit so grosser und breiter Erfahrung auf der Umsetzungsseite von Umweltzielen. Davon profitieren die Unternehmen und die Politik.