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Materialkreisläufe mit Ressourceneffizienz schliessen

Per Anfang Jahr sind mehrere Gesetzesänderungen aus der parlamentarischen Initiative «Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken» in Kraft getreten. Damit werden Grundlagen geschaffen, um Materialkreisläufe zu schliessen und die Kreislaufwirtschaft bei Produkten und Bauwerken zu stärken, etwa mit Hilfe des EnAW-Angebots «Ressourceneffizienz».

Einige Beispiele an Neuerungen aus dem Bereich Produkte und Abfälle sind: 

  • Der Begriff «Wiederverwendung» wurde in die Abfallhierarchie integriert.  
  • Die stoffliche Verwertung («Recycling») erhält Vorrang vor der energetischen Verwertung.  
  • Es wurde die gesetzliche Grundlage geschaffen für die Festlegung von Anforderungen an Produkte und Verpackungen bezüglich Ressourcenschonung.

Mit Ressourceneffizienz Kosten und Material sparen

Bereits vor einigen Jahren hat die EnAW das Angebot «Ressourceneffizienz» lanciert.  Dieses deckt entsprechende Potenziale im Unternehmen auf, formuliert Ziele und erarbeitet Massnahmen, wie der Ressourcenbedarf über die gesamte Lieferkette etappenweise nachhaltiger ausgerichtet werden kann.  

Damit kann ein Unternehmen nicht nur Kosten und Material sparen, sondern auch Abfälle und Treibhausgasemissionen reduzieren und beispielsweise Recyclinganteile erhöhen. Gleichzeitig ermöglicht das Angebot dem Unternehmen bzw. der Unternehmensgruppe eine Treibhausgasbilanzierung nach dem GHG-Protokoll und eine Organisations-Ökobilanz. Dies schliesst ein, die wesentlichen Einflussgrössen auf Scope-3-Niveau zu identifizieren.

EnAW erarbeitet eine Massnahmenliste und setzt diese mit dem Unternehmen um

Ebenso erarbeitet die EnAW zusammen mit dem Unternehmen Massnahmenlisten und schätzt die Wirkung der einzelnen Massnahmen bezüglich Material, Energie, Treibhausgasemissionen und weiteren Faktoren ab. Zudem wird die zeitliche Entwicklung der wichtigsten Faktoren bei einer konsequenten Massnahmenumsetzung prognostiziert. EnAW-spezifische Indikatoren geben Auskunft über effiziente Materialnutzung, Recyclinganteil und die allgemeine Verbesserung der Ressourceneffizienz. Im jährlichen Monitoring wird die Wirkung umgesetzter Massnahmen sichtbar gemacht.

Gegenüber Anfragen von Kundinnen und Kunden ist ein Unternehmen mit dem Angebot Ressourceneffizienz bestens gerüstet, da es Antworten im Bereich Umwelt und Treibhausgasemissionen bietet. Und: Das Unternehmen kann auf dieser Basis künftige Geschäftsmodelle im Bereich der Kreislaufwirtschaft erarbeiten. Ein Win-Win-Situation also sowohl für das Unternehmen als auch die Umwelt.

In Zusammenarbeit mit EnergieSchweiz und in Kooperation mit dem Fachverband Mobility Management Suisse führt Mobilservice am 25. März 2025 wieder ein Webinar durch. Diesmal lautet das Thema «Mobilitätskonzepte für Areale und Unternehmen».

Die 19. Ausgabe des Mobilservice-Webinars, das um 16.30 Uhr beginnt, behandelt unter anderem die neuen Standards für Mobilitätsmanagement für Areale und Unternehmen und das Mobilitätsmanagement in Planungsprozessen von Arealen. Zudem präsentiert es Umsetzungsbeispiele und Forschungserkenntnisse zu Mobilitätskonzepten für Areale.

Das Webinar, das simultan ins Französische übersetzt wird, richtet sich vor allem an Mobilitätsverantwortliche in Unternehmen und Arealen, aber auch an Mobilitätsberatende, Planer, Bauherrschaften und Gemeinden. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldeschluss ist der 19. März 2025.

Die EnAW-Fachtagung findet in diesem Jahr am 22. Oktober statt. Veranstaltungsort ist der Kursaal in Bern.

Das definitive Programm der Fachtagung liegt noch nicht vor und folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Wir würden uns aber sehr freuen, wenn Sie sich den Termin bereits heute reservieren könnten.

Seit dem 4. November können Anträge für Projekte bei ProKilowatt eingereicht werden. Die Umsetzung von Stromeffizienzmassnahmen bei kleineren, standardisierten Projekten wird seitens der EnAW durch das Förderprogramm EFFIZIENZ+ unterstützt.

Bei EFFIZIENZ+ können Massnahmen mit Investitionskosten unter 300 000 Franken und einer Paybackzeit von über vier Jahren einfach gefördert werden. Pro Massnahme können Fördergelder von 500 bis 90 000 Franken beantragt werden. Bei Fragen können sich Unternehmen an ihre EnAW-Beraterin oder ihren EnAW-Berater wenden.

Im Ausschreibungsjahr 2025 stehen seitens ProKilowatt insgesamt 40 Millionen Franken für Projekte zur Verfügung. Davon maximal 20 Millionen Franken für Projekte mit Förderbeiträgen von mehr als zwei Millionen Franken. Pro Projekt können Fördergelder von 20 000 bis 6 Millionen Franken beantragt werden.

Teurere Stromsparprojekte werden dadurch wirtschaftlicher und können realisiert werden. Bei diesen teureren Projekten kann es sich um eine grosse Stromsparmassnahme in einem Unternehmen handeln (z.B. Energieoptimierung einer grossen Produktionsanlage) oder um mehrere gleichartige kleinere Stromsparmassnahmen, die zu einem Projekt gebündelt werden (z.B. Energieoptimierung der Beleuchtungsanlagen an zehn verschiedenen Standorten eines Unternehmens).

Die Anträge für Projekte können neu zu einem beliebigen Zeitpunkt komplett webbasiert übermittelt werden. Im Idealfall erhalten die Antragstellenden den Förderentscheid bereits vier Wochen nach der Eingabe.

Projektanträge mit einem Förderbeitrag bis maximal sechs Millionen Franken können bei ProKilowatt bis zum 2. November 2025 zu einem beliebigen Zeitpunkt eingereicht werden. Die Eingabefrist für Programmgesuche läuft bis am 25. April 2025.

Das Ingenieurbüro Instaplan AG und die Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) haben am 12. November 2024 bei der Stadler Bussnang AG eine Fachveranstaltung unter dem Titel «Mit Zug zu Netto null» organisiert. Themen waren unter anderem die Dekarbonisierung, die Versorgungssicherheit und die Pflichten bezüglich Reporting.

«Wir werden künftig ganz viel grünen Strom brauchen», hielt Stephan Zbinden fest. Und der Verwaltungsratspräsident der Instaplan AG fügte in seinem Referat hinzu: «Oft gibt es zwar schöne Konzepte und gute Ideen, aber die Wirtschaftlichkeit ist aufgrund der hohen Strompreise nicht mehr gegeben.» Dem stimmten viele der rund 60 Anwesenden in der Aula der Stadler Bussnang AG zu, die für die Veranstaltung «Mit Zug zu Netto null» gekommen waren. Zbinden war denn auch nicht der Einzige, der die Energiepreise thematisierte. Auch Michael Frank, Direktor des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), sprach in seinem Vortrag über die Tarife, jedoch aus Sicht der Versorger und prangerte im Hinblick auf die Versorgungssicherheit die Verschleppung von Energieprojekten an. Frank R. Ruepp, Geschäftsführer der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) und Claudio Bock, EnAW-Berater bei der Instaplan AG, gingen derweil auf den steigenden Regulierungsaufwand, die Reportingpflichten und die Herausforderungen der Industrieunternehmen hinsichtlich zusätzlicher Energieeffizienzsteigerungen ein, während Emanuel Müller, Global Environmental Manager der Stadler Rail AG, die CO2-Reduktionsstrategie der Stadler-Gruppe illustrierte. Zum Auftakt hatte Dennis Laubbacher, CEO der Stadler Bussnang AG, die Stadler-Gruppe und das beeindruckende Produkt-Portfolio der Stadler-Gruppe aufgezeigt.

Michael Frank und Alexander Keberle reden über Energiewende

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging Moderatorin Anita Buri in einer Podiumsdiskussion mit economiesuisse-Geschäftsleitungsmitglied Alexander Keberle und Michael Frank auf die Frage ein, wie die viel beschworene Energiewende denn zu schaffen sei. Dazu braucht es eine breite Akzeptanz und den Willen, grünen Strom auch produzieren zu können. Die Energiewende wird für die Industrie, aber auch die gesamte Gesellschaft eine grosse Herausforderung bleiben.

Die Akrobatin und Tänzerin Corinne Mathis lockerte den Anlass mit zwei Showeinlagen auf und sorgte damit für einen energiegeladenen Schlusspunkt.

Stephan Zbinden.

Frank R. Ruepp.

Claudio Bock.

Emanuel Müller.

Michael Frank.

Dennis Laubbacher.

Alexander Keberle, Anita Buri.

Energieeffizienz spielt eine Schlüsselrolle für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen. Höchste Zeit, sich jenen Prozessen anzunehmen, die über ein grosses energetisches Optimierungspotenzial verfügen: Elektrische Antriebe machen bis zu 80 Prozent des Stromverbrauchs einer industriellen Anlage aus. Zu diesem Thema organisiert Swissmem, der Verband der Schweizer Tech-Industrie, am 28. November ein Webinar.

In der Optimierung von Pumpen, Ventilatoren, Kompressoren, Werkzeugmaschinen usw. schlummert oft ein beträchtliches Einsparpotenzial von 20 bis zu 40 Prozent. Angesichts von Anzahl, Vielfalt und Komplexität dieser Antriebe wird jedoch bei der Erstbeschaffung oder bei Ersatz oft auf eine systematische Vorgehensweise verzichtet. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass hohe Einsparungsmassnahmen möglich sind, wenn die richtige Methodik und die richtigen Werkzeuge angewendet werden.

Im Webinar, das am 28. November von 11 bis 12 Uhr stattfindet, geht Swissmem auf Herausforderungen ein und zeigt auf, was ein solch systemischer Ansatz in Bezug auf Energieeffizienz und Prozesszuverlässigkeit bewirken kann. Mit einem Praxisbeispiel aus einem Swissmem-Mitgliedsunternehmen wird die Thematik anschaulich dargestellt. 

Am Seminar können Sie eigene Herausforderungen und Erfahrungen mit verschiedenen Experten zu diskutieren. Nach dem Seminar besteht die Möglichkeit, eine kostenlose Grobanalyse in Ihrem Betrieb durchzuführen, welche eine belastbare Grundlage liefert, um in Ihren Prozessen das Stromeffizienzpotenzial bei elektrischen Antrieben zu heben.